HomeHome
KüchenplanungVorratshaltung
Gewichte und Mengen
Warenkunde
Kochtechnik
Kochschule
Küchentipps
Kochen
Rezepte
Uromas Rezepte
GetränkerezepteGetränkeDer gedeckte TischEinladungenKnigge

 

 

 

 

 

 

Getränke

Württemberger Weine

  
Bei dem württembergischen Weinland handelt es sich um keine geschlossene Rebfläche, sondern um ein stark aufgesplittertes Weinbaugebiet, das sich auf die wärmsten Lagen des Neckartales und der Nebenflüsse Rems, Murr, Enz, Bottwar, Zaber, Kocher und Jagst verteilt. Zentrum des Anbaues ist der Landkreis Heilbronn. Dank der Klöster erlebte der Weinbau hier im Hochmittelalter eine starke Ausweitung auf etwa 500 000 ha Gesamtrebfläche. Heute beschränkt sich der qualitätsbewusste Weinbau auf die günstigsten Standorte. Davon liegen 60 % in Hanglage und 25% in geschützten Steillagen, die zum Teil noch terrassiert sind.
    
Boden, Klima, Lage und Rebsorte bestimmen entscheidend den Charakter des Württemberger Weines. Die Weinlandschaft ist äußerst vielfältig, sie reicht vom schweren Gipsboden über Löss, Muschelkalk- und Sandstein bis zum Vulkangestein. Der Rebsortenspiegel ist betont gebietstypisch mit dem alleinigen Anbau von Trollinger, Lemberger, Schwarzriesling und Samtrot, alles rote Rebsorten, aus denen kräftige, herbe bis vollfruchtige Weine erzeugt werden. Der Riesling ist die meist angebaute weiße Rebsorte, gefolgt von Müller-Thurgau, und dem in Weinsberg gezüchteten Kerner und Silvaner. Eine weitere Spezialität ist der Schillerwein, weinrechtlich ein Rotling, der aus roten und weißen Trauben gekeltert wird.

Trollinger

Der spätreife Trollinger entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte zum Nationalgetränk der Württemberger und wird in Deutschland auch heute nur in dieser Region angebaut. Die Rebe stellt hohe Ansprüche, da sie tiefgründige, nährstoffreiche Böden, allerbeste Hanglagen und viel Niederschlag in der Zeit zwischen Blüte und Reifung erfordert. Der bekömmliche Kneipenwein wird wegen seines frischen, kräftigen und herzhaften Charakters gerne zu deftigen Speisen gereicht. Die Weine sind in der Regel hellrot und nur in guten Jahren von blauroter Farbe. Die auch in Südtirol kultivierte Rebsorte bringt hier einen insgesamt körperreichen und in der Farbe intensiven Wein hervor.

Lemberger

Der mit hoher Wahrscheinlichkeit aus den Donauländern stammende Lemberger stellt mittlere Ansprüche an seine Lage. Er gedeiht am besten auf tiefgründigen Lössböden, lässt sich aber auch auf schweren Kalkböden anbauen. Trockene und sonnige Jahre können herrliche Weine mit vollem wuchtigen und einem an Brombeeren erinnernden Aroma hervorbringen. Durch seine tief dunkle Farbe, seinen kräftigen Körper und seine feinherbe Art zählt dieser Wein zur Traubenelite. Er ist ein besonders guter Begleiter zu  Lamm, Hase und Reh.

Schwarzriesling

oder Müllerrebe ist eine Burgunder-Art. Die Rebe stellt mittlere Ansprüche an Boden und Lage. Die Sorte ergibt einen farbintensiven, körperreichen Wein mit einem zart, mild und fruchtigem Aroma. Häufig wird sie auch zum Verschnitt von Trollinger-Weinen verwendet.

Samtrot

ist eine Mutation des Schwarzrieslings, wobei Ertrag und Mostgewicht höher liegen als bei der Stammform. Die aparten, zart milden und samtigen Weine sind kernig im Abgang und rubin- bis dunkelrot gefärbt.

Kerner

Der Kerner, sicher einer der wertvollsten Neuzüchtungen,  wurde aus der Trollinger- und Rieslingrebe in der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Weinbau in Weinsberg gezüchtet. Der schwäbische Dichter und Arzt Justinus Kerner, der lange in Weinsberg lebte, gab dem Wein seinen Namen. Die Rebe entwickelt eine feine, würzige, sortentypische Frucht. Der Wein ist gehaltvoll, fruchtig, rassig und ähnelt etwas dem Riesling, bei eigenem, leichtem Muskatbukett. In Verbindung mit hellen Fleischsorten, Innereien, Fisch und Geflügel kann der Wein seinen Charakter wunderbar entfalten.

 
  

 

Atelierline | Kochatelier | Wohnatelier | Dekoatelier | Gartenatelier | Hobbyatelier | Putzatelier | Witzatelier

  Impressum | Werbung | Sitemap